Electronic Arts zerlegt "Dead Space"-Studio

Electronic Arts hat überraschend sein in Kalifornien angesiedeltes Studio Visceral Games geschlossen: Der Entwickler hinter Spielen wie "Dead Space", "Dante's Inferno", "Battlefield Hardline" und "Die Simpsons" arbeitete zuletzt an einem im "Star Wars"-Universum angesiedelten Singleplayer-Action-Adventure. Unter anderem war die renommierte Games-Autorin Amy Hennig an dem Projekt beteiligt, die extra bei "Uncharted"-Macher Naughty Dog ausgeschieden war, um an dem Projekt arbeiten zu können. Angeblich war das "Star Wars"-Game bei Testspielern bisher nur auf wenig Gegenliebe gestoßen - unter anderem deshalb habe sich Hersteller Electronic Arts dafür entschieden, den Titel an ein anderes Studio weiter zu reichen. Gerüchten zufolge soll das bisher noch namenlose Spiel neu ausgerichtet werden, damit es sich anschließend als Multiplayer- oder "Games as a service"-Produkt vermarkten lässt.

Viele Mitarbeiter des 1998 gegründeten Studios sollen in andere EA-Studios überführt werden, einige werden sich wohl einen neuen Job suchen müssen. Damit führt Electronic Arts eine traurige Tradition fort, bei der auf die Übernahme eines Erfolgs-Studios nach oft nur wenigen Jahren die Zerschlagung der jeweiligen Firma folgt. So erging es unter anderem Bullfrog, Maxis, Mythic, Origin, Westwood und dem deutschen "Spellforce"-Macher Phenomic. Nun scheint sich der einstige Rollenspiel-Primus Bioware nach der Schließung seiner für "Mass Effect: Andromeda" zuständigen Niederlassung auf einem ähnlichen Weg zu befinden.

Ein ehemaliger Visceral-Mitarbeiter äußerte sich auf Twitter zu dem Thema und sprach sich darüber aus, dass Einzelspieler-Projekte von der Größe eines "Dead Space 2" heute kaum noch überlebensfähig wären: Der zweite Teil des futuristischen Horror-Adventures hätte Kosten von über 60 Millionen Dollar versursacht, sodass nicht einmal vier Millionen verkaufte Exemplare ausgereicht hätten, um es in einen kommerziellen Erfolg zu verwandeln.


Weiterhin erklärte er, dass Electronic Arts pro verkauftem Exemplar - ob nun physisch oder digital - nur ungefähr 30 US-Dollar einnehme, der Rest gehe an Händler beziehungsweise Plattform-Betreiber wie Steam sowie den jeweiligen Konsolen-Hersteller. Darum würden sich große Drittanbieter wie EA oder Ubisoft auch so stark dafür engagieren, möglichst viele Spiele über eigene Shop-Lösungen wie Origin oder UPlay zu verkaufen. Hier wandern etwa 90 Prozent des Verkaufspreises direkt in die Hersteller- beziehungsweise Entwickler-Tasche.


Eine weitere Maßnahme wäre deshalb die Verwandlung von immer mehr Spielen in "Games as a Service"- und Multiplayer-Spiele, weil die - anders als klassische Singleplayer-Inhalte - langfristig Gewinn abwerfen. Vorausgesetzt natürlich, sie finden genügend Spieler. Gescheiterte oder nur mäßig erfolgreiche Multiplayer-Titel wie "Evolve", "Battleborn" und "LawBreakers" zeigen, dass auch dieses Marktfeld alles andere als leicht ist.


teleschau - der mediendienst

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